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Willkommen im neuen Fach-Blog Social Media!

Heute schalte ich dieses Blog scharf und bin fix gespannt, was daraus entsteht und damit in Bewegung kommt!

Und weil ich mich etwas schwer tue, hier in einem langen Monolog zu erläutern, warum ich hier blogge, wen ich damit ansprechen will und welches Projekt dahinter steht, habe ich mir einfach mal fünf Fragen gestellt. Wenn Du/Sie noch ganz andere Fragen an mich oder an dieses Blog hast/haben – dafür ist die Komentarfunktion ja da!

Und hier mein Sebstinterview* zum neuen Blog:

Dörte fragt:
Einfach nur ein weiteres Blog über Social Media – oder was ist hier los?

Dörte antwortet:
Nun ja, theoretisch hätte ich auch kein Problem damit, ein neues Fach-Blog aufzumachen, dass abweichend von meinem sehr persönlich gehaltenen Gemischtwarenladen auf diegoerelebt.wordpress.com mal ein wenig monothematischer funktioniert. Doch der Anlass, ein neues Blog zu starten, ist doch noch ein wenig spektakulärer: Seit fast zwölf Monaten arbeite ich mittlerweile an der Entwicklung eines Fernlehrgangs zum Thema Social Media Management. Auftraggeber und Kooperationspartner ist das ILS, Deutschands größte Fernschule. Hinter mir steht außerdem noch ein engagiertes Team der Agentur Laub & Partner, in der ich als Geschäftsleiterin tätig bin, sowie ein großes externes Expertenteam. Wer alles beim Lehrgangsprojekt dabei ist, zeigt sich in meiner Blogroll.

Dörte fragt:
Ist das Blog denn fester Bestandteil des Lehrgangs?

Dörte antwortet:
Nein, es ist und bleibt mein persönliches Bog, also durchaus unabhängig von Laub & Partner und ILS, doch ich gebe es in meiner Rolle als Lehrgangsentwicklerin heraus. Für mich ist das Bog meine Diskussionsplattform, um die Themen des Lehrgangs weiter zu denken, im Austausch mit anderen – seien dies nun die AutorInnen und FernlehrerInnen, die TeilnehmerInnen oder andere, die sich mit Fragen rund um die Entwicklung des Internet auseinander setzen.

Übrigens meine ich den Untertitel meines Blogs ernst: Ich möchte wirklich einen Freiraum für Kollaboration schaffen und zwar im positiven Sinne, wie der Begriff mittlerweile im Kontext des Web 2.0 gebraucht wird. Das Mitmach-Internet macht neue Formen der virtuellen Zusammenarbeit möglich, und diesen Möglichkeiten möchte ich gern auf die Spur kommen.

Dörte fragt:
Apropos Name des Blogs. NetzFaktorei klingt schön, vor allem schön hanseatisch.

Dörte antwortet:
Ich bin ja auch Hanseatin. Und ich bin Germanistin und war daher auf der Suche nach einem Namen, der aus sich selbst heraus eine gewisse Idee transportiert. Lassen wir mal das ganze kolonialistische Gedankengut beiseite. Dann steht eine Faktorei vor allem für einen Umschlagplatz an einem Ort, an dem noch vieles fremd und unerschlossen ist. Diese Faktorei – mit all ihren Dependencen – befindet sich inmitten der unendlichen Weiten des Netzes. Die Güter, die hier umgeschlagen werden, sind zudem eher virtuell, denn es geht ja um Wissen, um Erfahrungen. Schauen wir mal, wer hier vorbei kommt und was einbringt und eben auch etwas für sich mitnimmt…

Dörte fragt:
Warum startest Du gleich zu Beginn auch mit einem blog-eigenen Twitter-Kanal und einer Facebook-Seite zum Blog?

Dörte antwortet:
Tja, diese Frage habe ich mir und anderen auch schon gestellt, zumindest was die Facebook-Seite zum Blog angeht. Vielleicht verschiebt sich das Meinungsbild dieser Facebok-Umfrage noch, doch zurzeit wird Facebook als Instrument zur Leserbindung, als RSS-Feed-Ersatz und als Diskussionslattform (statt direkt im Blog zu kommentieren) anerkannt. Twitter und Facebook sind zurzeit einfach diejenigen Web-2.0-Plattformen, auf denen sich die meisten Menschen in Deutschland online vernetzen, die ich gern erreichen möchte. Robert Basic hat kürzlich zu der Frage “Wo kommen die neuen Blog-Leser her?” gebloggt. Auch er kommt zu dem Schluss: Ohne Facebook und Twitter verschenkt man als BloggerIn wertvolles Potenzial. natürlich hat jeder Kanal seine eigene Charakteristik, darum habe ich bis jetzt auch keine automatischen Feeds eingerichtet, sondern bringe meine Blog Posts manuell auf Twitter und Facebook ein – und darüber hinaus natürlich noch mehr. Erstens bin ich kein Fan dieses ganzen Crossspostings, was nur dazu führt, dass alle Kanäle die immer gleichen Inhalte aufweisen. Und zweitens geht die Idee der NetzFaktorei, wie ich eben schon gesagt habe, über dieses Blog hinaus. Es werden mit Sicherheit weitere Dependencen im Netz folgen. Und eine Niederlassung in der 3D-Welt Second Life gibt es ja auch schon…

Dörte fragt:
Du nimmst ja am OpenCourse 2011 teil, einem Projekt von studiumdigitale der Uni Frankfurt a.M. in Zusammenarbeit mit Jochen Robes, das sich mit der Zukunft des Lernens beschäftigt. Haben solche offenen Lernstrukturen, wie sie in diesem Projekt jenseits instututionalisiertem Lernarrangements angeboten werden, in dem Ferlehrgang überhaupt einen Platz?

Dörte antwortet:
Aus meiner Sicht: Ja, unbedingt. Natürlich muss ein Fernlehrgang, der die Prüfung zur staatlichen Zulassung bestehen soll, einen relativ festen Rahmen bieten und auch relativ feste Vorgaben machen, was als Leistungsnachweis zu erbringen ist, um am Ende ein Zertifikat zu bekommen. Doch wir haben es hier mit einer besonderen Materie zu tun: Wie belege ich, ob ich “Social Media kann”? Doch nach wie vor am besten, indem ich mich nachweislich souverän im Social Web bewege. Und hier besteht viel Gestaltungssielraum im Lehrgang. Genau genommen bekommen die TeilnehmerInnen eine riesige Chance, sich 12 Monate lang – mit Begleitschutz – auszuprobieren.

Doch ich merke gerade, dass die Beantwortung dieser Frage eigentlich viel mehr Raum braucht – vertagen wir uns dafür doch bitte auf einen eigenständigen Blog-Beitrag. Der OpenCourse fängt ja gerade erst an…

So, Dörte hat jetzt erstmal keine Fragen mehr – nun sind Sie / seid Ihr erst einmal dran…

——————————————————-

* Die Idee des Selbstinterviews ist übrigens geklaut, und zwar von Sascha Lobo, und wurde von mir bereits zu einem früheren Zeitpunkt in einem anderen Zusamenhang angewendet – und zwar als Podcast im Rahmen des Bundesweiten Fernstudientages 2010.

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Discussion

8 Responses to “Willkommen im neuen Fach-Blog Social Media!”

  1. Yep, ich trau mich ;-) . Und gleich die erste unangenehme Frage: Was kostet der ILS-Lehrgang denn? Hab auf deren Seite nichts dazu gefunden. Und mein nächster Kommentar ist bestimmt inhaltsstärker dann…..

    Posted by Tini | 5. Mai 2011, 12:45
  2. Hallo Tini,
    ich hatte den Preis nicht hingeschrieben, weil ich hier keinen Vertrieb für den Lehrgang machen möchte – aber wer fragt, kriegt Antwort! :-)

    Der 12-monatige Fernlehrgang wird voraussichtlich 149,- Euro pro Monat kosten, also 1.788,- Euro insgesamt. Darin enthalten sind die kompletten Studienmaterialien, der Betreuungsservice mit persönlichem Feedback bei fachfragen und individueller Korrektur der Aufgaben sowie der Zugang zu allen lehrgangseigenen Online-Medien wie Online-Studienzentrum und Online-Wiki (Adresse im Moment noch nicht öffentlich zugänglich). Wichtig zu wissen ist, dass der Lehrgang für diesen Preis auch um 6 Monate verlängert werden kann.

    Nicht in den Studiengebühren enthalten ist das freiwillige begleitende Präsenzseminar. Da kann ich Dir voraussichtlich in der kommenden Woche mehr zu sagen.

    Sonnige Grüße, Dörte

    Posted by Dörte Giebel | 5. Mai 2011, 12:57
  3. Hallo hanseatische Netzkünstlerin!
    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Seite hier, und dass es zur umfangreichen Kollaboration kommt!
    Besonders spannend finde ich, dass Du hier schon erfolgreich im Sinne der WEB2.0 Philosophie unterwegs bist…
    “Klauen ist gut, wenn man was besseres draus macht” ;-)
    Hau rein, Du hast ein Talent, etwas besser zu machen!
    Liebe Grüße,
    Tob

    Posted by twuertz | 5. Mai 2011, 15:19
  4. @twuertz
    Lieber Tobias,
    der Spruch mit dem Klauen macht mich ja sofort nervös… Hast Du etwa ein Plagiat entdeckt? :-)
    Freu mich auf Diskussionen mit Dir!
    Viele Grüße
    Dörte

    Posted by Dörte Giebel | 5. Mai 2011, 15:23
    • Immer ruhig bleiben :-D
      Du hast doch selbst geschrieben, dass Du das Selbstinterviewformat vom Lobo geklaut hast. Ich finde es aber, wie gesagt, ein gutes Stück “weiterentwickelt”, durch Deinen Erfahrungshintergrund.
      Vor Plagiaten müssen nur 1.0er Angst haben….

      Posted by twuertz | 6. Mai 2011, 12:56
  5. Liebe Dörte,

    ich freu mich sehr, dass du mit deinem Blog zu Potte gekommen bist – und als Germanist, den es in den äußersten Süden des deutschen Sprachraums verschlagen hat, kann ich nur sagen: Der Name ist wunderbar. Er klingt nicht nur Handel, Markt und Gespräch, sondern auch nach Zivilisation und Entwicklung.

    Freue mich auf den Austausch, über Social Media und über das Lernen dieses Mediums und in diesem Medium. Ich kann da jedenfalls viel von Dir lernen!

    Posted by Heinz Wittenbrink | 5. Mai 2011, 21:46
  6. …alles Gute und viel Erfolg!

    MfG
    BukTom Bloch
    -Freie Bibliothek Pegasus in SL-

    Posted by BukTom Bloch aka Burkhard Tomm-Bub | 27. Juni 2011, 20:33

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  1. [...] begonnen werden. An verschiedenen Stellen habe ich ja schon weitere Hintergrundinfos dazu gebloggt (hier, hier und hier), und in nächster Zeit werden weitere Specials folgen, unter anderem Interviews mit [...]

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