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SoMM 07 : Podcasting

Audioboo: making sound social

Da war ich vorgestern doch bass erstaunt, dass ich dem Weiterbildungsblogger und Mitinitiator des OpenCourse 2011, Jochen Robes, noch was “beibringen” konnte: Er kannte AudioBoo noch nicht, wie er in seinem Blog-Beitrag bekannte.

Audioboo.fm - Twitter zum Hören?

 

Auf der anderen Seite zeigte mir das nur, wie unbekannt diese Social-Media-Plattform doch nach wie vor ist, auch wenn sie von manchen als das “Twitter zum Hören” bezeichnet wird. Grund genug, Audioboo hier einmal kurz vorzustellen und zum Experimentieren zu ermuntern:

Der im März 2009 gegründete britische Web-2.0-Dienst AudioBoo ermöglicht es angemeldeten Nutzern, bis zu fünf Minuten lang Tonaufnahmen vom Smartphone (oder altmodisch vom Computer aus) online zu veröffentlichen – und zwar unmittelbar direkt nach der Aufnahme. Dadurch bekommt AudioBoo einen gewissen Grad an Live-Charakter, weil die Aufnahmen in der Regel unmittelbar vor der Freischaltng aufgenommen wurden. Es ist zwar auch möglich, eine bearbeitete Audio-Datei hochzuladen, doch eigentlich ist das Ganze gedacht, um spontan etwas mitzuschneiden und ohne weitere Bearbeitung ins Netz zu stellen.

AudioBoo vereint also das Prinzip des Podcasting mit der Idee von Twitter.

Was bei Twitter der Tweet, ist bei AudioBoo der Bo – und ein paar Funktionen sind Euch von Twitter sicherlich bestens vertraut:

  • Man kann anderen folgen, sprich deren Boos abonnieren,
  • man kann sich ein Profil mit Foto, Link und Kurzbescheibung anlegen,
  • man kann Boos anderer favorisieren,
  • mann kann auf Boos anderer antworten, und zwar auch wieder im Audio-Format oder auch mit einem Textkommentar,
  • man kann sich private Nachrichten schicken – was dann schon wieder den Charme eines Anrufbeantworters hat, denn auch das passiert als Audio-Aufnahme,
  • man wird wie auf Twitter begrenzt – was dort die 140 Zeichen sind, sind hier die 5 Minuten.

Ein paar zusätzliche Optionen sorgen für eine Verzahnung mit anderen Social-Media-Kanälen, indem eine Verbindung zu Twitter, Facebook, Posterous, Tumblr oder FriendFeed  freigeschaltet wird, so dass neue Audio-Aufnahmen autmatisch dort gepostet werden.

Außerdem sorgt die Möglichkeit, einen Boo zu taggen (mit Schlagworten zu versehen) dafür, dass

a) eine halbswegs komfortable Suche möglich ist und
b) verwandte Boos neben dem ausgewählten Boo angezeigt werden, die dem/r interessierten Hörer/in ermöglichen, sich bei Interesse von Boo zu Boo zu hangeln.

Statt vieler geschriebener Worte… hört her!

Eine ganz charmante Werbung für AudioBoo machte jüngst der bloggende Lehrer Torsten Larbig, im Netz bekant als @HerrLarbig und seines Zeichens ein leidenschaftlicher Audioboo-Nutzer:

Listen!

Doch so sehr der Mensch das gesprochene Wort liebt, der durchschlagende Erfolg von AudioBoo blieb bislang aus. Pro Monat hören nach Angaben von Audioboo-Gründer und CEO Mark Rock knapp 16.000 Deutsche bei Audioboo rein, rund 10.000 produzieren selbst kleine Hör-Schnipsel (das konnte die Podcasterin Larissa Vassilian in Erfahrung bringen). Doch nur weil etwas als Nischenangebot existiert, heißt das ja noch lange nicht, dass man diesen Kanal ignorieren soll…

Und darum stelle ich die Frage in den Raum:

Was lässt sich mit Audioboo sinnvolles anstellen?

Larissa Vassilian, Autorin des Studienheftes zum Thema Podcasting im ILS-Fernlehrgang “Social Media Manager”, sieht AudioBoo vor allem als Unterstützung für Podcaster, indem diese den Kanal für kurze Promos (Ankündigungen) ihrer nächsten Podcast-Episode nutzen können oder auch für spontane Aufnahmen unterwegs, zum Beispiel Interviews mit Passanten (Achtung, Freigabe einholen!). Apropos unterwegs: So mancher berühmte Podcaster hat schon die eine oder andere spektakuläre Reise via AudioBoo dokumentiert, zum Beispiel Chris Marquardt bei seinem Versuch, den Mount Everest zu besteigen.

Was habt Ihr noch für Ideen? Welche Boos haben Euch beeindruckt?

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Links ins Netz:

Ganz besonders empfehlen möchte ich Euch noch den AudioBoo-Kanal von Heiko Kundert, “blinder PR’ler beim Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg“, wie er sich selbst beschreibt.

Und dann habe ich mir selbst auch noch ein bisschen was vorgenommen auf AudioBoo und habe vor drei Tagen mein Audio-Lerntagebuch zum OpenCourse 2011 gestartet…

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Links in den Fernlehrgang:
Podcasting bekommen die Fernstudierenden im ILS-Fernlehrgang “Social Media Manager” übrgens von Larissa Vassilian aka Annik Rubens (Schlaflos in München) beigebracht.

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