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4 # Meine Woche im Netz

Link-Schau – meine Woche im Netz: KW 19 2011

+++ Tchibo +++ Bayer +++ DistancE-Learning-Branche +++ IBM +++

Ich zäume die Woche mal von hinten auf:

Wie weit Tchibos Weg zum Enterprise 2.0 noch ist…

Gerade komme ich vom Social Media Breakfast über die Social Media Guidelines bei Tchibo zurück. Das eigentlich Spannende an der Veranstaltung war aber nicht die Tatsache, dass der Tchibo-Konzern nun auch so weit ist, dass solche Kommunikationsregeln für Mitarbeiter/innen endich verschriftlicht sind und auf witzige Art und Weise den Mitarbeiter/innen vermittelt werden. Viel spannender war das, was Malina Wiegand und Sandra Coy, über das hinaus, was sie im tchibo-Blog eh schon schreiben, aus dem Nähkästchen geplaudert haben:

  • dass der Vorstandsvorsitzende vermutlich deshalb so offen ist für Social-Media-Aktivitäten, weil er Kinder im Jugendalter hat…
  • dass Tchibo zurzeit ein internes Forum betreibt, indem alle Mitarbeiter/innen sich anonym austauschen (was diese auch eifrig tun und was wie ein Sack Flöhe hüten ist und vor alem in Sachen Community Management schult), und dass den Verantwortlichen auch klar ist, dass das noch weit weg ist vom Enterprise 2.0, bei dem über Abteilungen und Hierachrien hinweg offen – und mit Klarnamen! – Wissenstransfer und Zusammenarbeit passiert,
  • dass aber eine Art Tchibo-internes XING in Arbeit ist – Arbeitstitel TCHING -, von dem man sich genau diese Effekte erhofft: Alle sind mit einem profil vertreten, vorhandenes Know-how wird sofort sichtbar, Gruppen usw. können sich bilden… Auch ein Chat ist geplant.
  • dass Tchibo jetzt auch ins Recruitment 2.0 einsteigen will und gerade eine Mitarbeiterin speziell für das Thema eingestellt wurde – und es seit einer Woche auch ein XING-Unternehmensprofil von Tchibo gibt,
  • dass diese neuen Aufgaben durch die Entwicklung des Internet eigentlich schlichtweg nur dazu gekommen sind…

Doch auch wenn der Weg zum Enterprise 2.0 noch weit ist: So erfischend offen und motiviert, wie die beiden über den internen Prozess gesprochen haben, bin ich zuversichtlich, dass zumindest die Energie dafür da ist.

Warum Unternehmen mit starker Direktmarketing-Ausrichtung umdenken müssen…

Mein gestriger Workshop zum Thema “Studienberatung im Social Web – das Mitmach-Internet als Chance für die Interessentenbindung” beschäftigte sich vor alem mit der Frage, wie in einer Branche, die bislang stark Direktmarketing-getrieben war, angesichts der Entwicklungen im Social Web ein Umdenken stattfinden kann. Die spannenden Diskussionen und der offenen Austausch auch von eigentlich in Konkurrenz zueinander stehenden Anbietern hat mich sehr beeindruckt, ich habe selbst viel gelernt. Meine Impuls-gebende Präsentation ist jetzt online, und zwar im Agentur-Account von Laub & Partner auf Slideshare.

Wer bei Bayer die Mitarbeiter/innen für Social Media begeistern will…

Und am Mittwoch hatte ich mal wieder einmal das Vergnügen, Ellen Trude (Twitter: @e_trude) zu erleben, Training Consultant bei Bayer Business Services, die bei der Live-Online-Veranstaltung im Rahmen des Open Course 2011 ausführlich erzählt und gezeigt hat, wie die Bayer-Mitarbeiter/innen an die Social-Media-Nutzung herangeführt werden. Die Live-Online-Veranstaltung im Rahmen des Open Course 2011 mit Ellen Trude wurde aufgezeichnet – unbedingt ansehen!

Warum IBM sich glücklich schätzen darf…

Und dann möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei Gunter Dueck von IBM bedanken, der mich durch seine hartnäckigen  Kommentare (hier und hier) zu meinem Blog-Post über seine Thesen im FTD-Essay in eine intensivere Auseinandersetzung mit seinen Vorstelungen und Visionen zwingt. Seine Auforderung, Kopmplexität nicht zu verkürzen, ist nur zu berechtigt…
…und darum höre ich jetzt auf zu bloggen und geh mir ein Buch von ihm kaufen.

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Und wie war Eure Woche? Freue mich über Eure “Lieblinks”!

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  1. Souvenirs der Netz-Woche > KW18 2011

Discussion

3 Responses to “Link-Schau – meine Woche im Netz: KW 19 2011”

  1. “Bayer die Mitarbeiter/innen für Social Media begeistern will” – ja und nein, liebe Dörte, denn Ziel ist es nicht primär, die Mitarbeitenden zu begeistern, sondern die Kompetenzen für künftige Arbeitsplätze (Enterprise 2.0) und für ein sicheres Verhalten im Social Web (Social Business) erlernbar zu machen. Das wiederum ist dann schon eng mit dem Gedanken verzahnt: die Kompetenzen sollen nicht nur erlebt, entdeckt und angewandt werden, sondern – um es mal salopp auszudrücken – das Ganze soll auch noch Spaß bereiten – Enjoy halt.
    Die Teilnehmenden werden auch nicht an die Nutzung herangeführt, sondern erhalten die Voraussetzungen (Plattformen, Aufgaben, Lernbegleitung), das Social Web zu entdecken (mit Bezug auf die Forrester Ladder bieten wir hier eine Lernunterstützung im Sinne eines „vorstrukturierten Lernpfades“ an, der genutzt werden kann, aber nicht genutzt werden muss) und für ihre tägliche Arbeit direkt umzusetzen resp. weiter zu entwickeln. Und das dann alles ohne Fokus auf „Media“, sondern auf Kompetenzen, denn die Medien = Tools sind austauschbar, die Kompetenz und das Verhalten sind individuell. Wenn alles passt, gewinnt das Unternehmen, und hier ist eigentlich egal, welches, im Grunde Mitarbeitende, die Grundkompetenzen für Social Business und Kompetenzen für Enterprise 2.0 nicht nur erworben haben, sondern auch unmittelbar in den Arbeitsprozess – wenn die Rahmenbedingungen es denn ermöglichen – integrieren können. Also damit dann fast 3 Fliegen mit 1 Klappe: E20, Social Business und engagierte, kompetente und begeisterte Mitarbeitende. Eine Vision? Wir werden schauen, wie es weiter geht

    Posted by Ellen Trude | 13. Mai 2011, 11:57

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  1. [...] von Einzeldiskussion und interessanten Beiträgen, die z.B. wieder von Jochen Robes oder auch Dörte Giebel zusammengefasst wurden. Für uns als moderne, praxisorientierte Hochschule ist die ebenfalls von [...]

  2. [...] Netz-Öffentlichkeit in die Karten schauen, zum Beispiel beim Social Media Breakfast in Hamburg, bei dem ich zu Gast war und mich im Anschluss auch gleich positiv bloggend äußerte. tchibo stellt den internen Reifeprozess in punkto Social Media Kommunikation so offen dar und [...]

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