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Der gläserne Teilnehmer oder: Das Recht des Weiterbildungskunden auf Privatsphäre und Datenschutz in Zeiten des Social Web

Angesichts von Formaten wie MOOC (Massiv Open Online Course), bei denen Lerntagebücher ins Netz gestellt und Lernfortschritte in aller Öffentlichkeit dokumentiert werden, angesichts der Selbstverständlichkeit, mit der Weiterbildungsveranstaltungen von Facebook-Gruppen und Twitterwalls flankiert werden und vor allem angesichts der Tatsache, dass immer mehr eLearning-Kurse zur Vermittlung von Social-Media-Kompetenzen angeboten werden, drängt sich mir zunehmend eine Frage auf:

Wie viel Privatsphäre ist in solchen Weiterbildungen noch möglich?

Die Langfassung der Frage lautet:

Setzt das didaktische Design und der Medieneinsatz - und die damit implizite Erwartung, dass die Teilnehmer/innen Social Media aktiv nutzen - mittlerweile eine Bereitschaft zum öffentlichen Lernen voraus?

Und konsequent weiter gefragt:

Droht Teilnehmern/innen, die nicht (netz)öffentlich machen wollen, dass sie an einer solchen Weiterbildung teilnehmen, mittlerweile die “Disqualifikation”, weil sie nicht mehr alle Leistungsnachweise erfüllen oder sich nicht ausreichend an Diskussionen beteiligen können?

Speziell bei einschlägigen Fortbildungen im Bereich Social Media befürchte ich hier eine Einschränkung, die wissbegierige Menschen von einer Teilnahme abhalten könnte, wenn sie sich dadurch zum Beispiel gezwungen sehen, zum Bestehen eines Kurses einen Facebook-Account anlegen zu müssen oder sich in irgend einer anderen Weise von Beginn an mit Klarnamen im Social Web zu präsentieren, um sich dann womöglich auch noch mit der Teilnahme an der Fortbildung outen zu müssen (was ja einem Eingeständnis gleichkommt, bis dato über mangelndes Social-Media-Know-how zu verfügen). Das mag für den Volontär einer PR-Agentur egal sein, der Managerin in einem namhaften Konzern ist das sicherlich nicht egal.

Auf der anderen Seite kann jetzt zu Recht entgegnet werden, dass man sich das Know-how zur professionellen Social-Media-Kommunkation nun einmal in erster Linie durch das Erproben, also das aktive Nutzen dieser Medien “draufschafft”. Geschenkt. Doch muss dies automatisch öffentlich passieren? Wie gehen Kursentwickler/innen und Trainer/innen mit dem Recht der Teilnehmer auf Privatsphäre und Datenschutz um?

Ich mach das jetzt mal konkret:

Im Rahmen meiner Fernlehrgangsentwicklung zum Social Media Manager standen wir vor genau diesem Dilemma: Die Vermittlung der notwendigen Fertigkeiten zum souveränen Social-Media-Einsatz ist kaum ohne Anleitung zur aktiven Nutzung möglich. Gleichzeitig wollten wir gewährleisten, dass unsere Teilnehmer/innen selbst entscheiden können, was sie unter ihrem bürgerlichen Namen im Social Web tun – und vor allem, ob sie sich als Lehrgangsteilnehmer/in outen.

Herausgekommen ist ein Konzept, …

  1. das das erfolgreiche Absolvieren des Lehrgangs möglich macht, ohne sich im Internet mit Klarnamen zu präsentieren, und
  2. das niemanden zwingt, seine Teilnahme an dem Lehrgang öffentlich zu machen.

Diese Prinzipien bedeuten konkret:

  • Das passwortgeschützte Online-Studienzentrum des ILS (www.onlinestudienzentrum.de) ist die zentrale Schnittstelle für den Austausch der Teilnehmer/innen untereinander. Und selbst diese Diskussionen sind freiwillig, sprich wer sich komplet incognito fortbilden möchte, kann sogar sein Profil im Online-Studienzentrum “verbergen”. Er beschränkt sich damit allerdings auf den Austausch mit seinen Fernlehrer/innen – was aus meiner Sicht eine verschenkte Chance ist, aber möglich.
  • Im lehrgangsbegleitenden Social-Media-Wiki (www.social-media-abc.de) kann unter Pseudonym geschrieben werden. Die aktive Mitarbeit am Wiki ist Pflicht, doch namentlich outen muss sich niemand.
  • Alle Online-Übungen, die einen Account auf einer Web-2.0-Plattform voraussetzen, sind freiwillig. Wir bieten umfangreiche Tutorials, um zum Beispiel ein Bog via WordPress, einen Twitter-Account, ein XING-Profil oder eine Facebook-Seite anzulegen und zu “bespielen” oder auch ein Podcast zu produzieren, aber zum Veröffentlichen unter Klarnamen zwingen wir niemanden.
  • Mit diesem Fach-Blog habe ich ganz bewusst eine Plattform geschaffen, die – ohne dass es sich um einen festen Bestandteil des Lehrgangs handelt – einen Anknüpfungspunkt für die Teilnehmer/innen für Diskussionen jenseits der passwortgeschützten Lernplattform schafft. Auch nahezu alle anderen Autoren/innen und Fernlehrer/innen bloggen (und twittern) – und wie ich sie kenne, stehen sie digitalen Gesprächen jederzeit offen gegenüber. Der Möglichkeiten, sich netzöffentlich zu Studieninhalten auszutauschen, gibt es also viele – und ein bisschen geht es ja auch darum, dass hier die Teilnehmer/innen selbst aktiv werden, jenseits vorgegebener Wege.

Jetzt mag der eine oder die andere sich fragen, wie wir denn dann überhaupt überprüfen wollen, ob die Teilnehmer/innen das Lehrgangsziel überhaupt erreicht haben, sprich wirklich fit sind in der strategischen Social-Media-Komunikation im Business-Kontext…

Selbstverständlich wollen wir Lernerfolge sehen! Wir stellen zum Abschluss eines jeden Moduls Aufgaben, die bearbeitet werden müssen. Dabei handelt es sich um Analysen von Social-Media-Auftritten bzw. -Kampagnen von Organisationen, um eine Bewertung von konkreten Fragen aus der Praxis (unter anderem echt tricky Rechtsfragen…), um umfangreiche Recherchen, die aufbereitet werden müssen usw. Wie oben beschrieben, gehört auch das Verfassen von Wiki-Texten und das Produzieren eines Podcasts dazu – so etwas darf jedoch selbstverständlich nach außen anonym passieren.

<Konkretes Beispiel Ende>

Zurück zur Meta-Ebene:

Was bedeutet es nun, wenn ein eLearning-Angebot wie dieser Social-Media-Lehrgang nach wie vor auf ein geschlossenes Learning Management System (LMS) setzt und bei der netzöffentlichen Kommunikation unter Klarnamen auf Freiwilligkeit setzt?

–> Es mag dazu führen, dass die experimentierfreudigen und weniger öffentlichkeitsscheuen Teilnehmer/innen einen Großteil des Austauschs ins offene Netz verlagern. Das ist kein Problem und kann zudem jederzeit rückgebunden werden, indem im LMS Verweise auf Blogartikel usw. platziert werden. Als Hashtag auf Twitter habe ich für den Fernlehrgang übrigens #SoMM eingeführt – bei Diskussionen zu einzelnen Modulen einfach #SoMM01, #SoMM02 usw…

–> Es kann dazu führen, dass der Lehrgang weniger hipp wirkt. Damit werden wir leben müssen…

–> Es kann dazu führen, dass Personen diesen Lehrgang belegen, die bei anderen Fortbildungen die Gefahr des Outings wittern. Mit dieser Zielgruppe hat das ILS übrigens Erfahrung, denn nicht wenige aus Film, Funk und Fernsehen bekannte Menschen können sich nur so halbwegs ungestört weiterbilden – jede Präsenzveranstaltung würde durch ihre Teilnahme “gesprengt” werden…

Und damit stelle ich diese Fragen zur Diskussion – und bin vor allem gespant, was meine Lerncommunity des OpenCourse 2011 dazu zu sagen hat.

 

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Discussion

16 Responses to “Der gläserne Teilnehmer oder: Das Recht des Weiterbildungskunden auf Privatsphäre und Datenschutz in Zeiten des Social Web”

  1. Die Angst, im Netz zu “gläsern” zu sein, wurde bei der Tagung “Social Media Politik” ja auch thematisiert.

    Wir Netzaktiven haben diese Ängste nicht so sehr. Wir wissen, wie wir unsere Privatssphäre einigermassen schützen, wir bewegen uns flink, leicht und souverän. Unser Profil ist auch unsere Marke.

    Tatsächlich hat die Tagung aber auch gezeigt, wieviel Aufklärungsbedarf es gibt: was macht nun eigentlich Twitter mir mir, mit meinen Aktionen? Wie stelle ich mich dar? Wozu benutze ich es?

    Eure Idee finde ich interessant, obwohl ich nicht sicher bin, ob das Menschen “nun doch” motiviert, sich in Social Media fortzubilden.

    Die Herausforderung, die Gefahren und Möglichkeiten des Netzes realistisch und “richtig” einzuschätzen, muss letztlich natürlich jeder alleine meistern.

    Andrea Brücken

    Posted by Andrea Brücken | 26. Juni 2011, 23:08
    • Danke für den Querverweis zur Tagung! Mir ist bewusst, dass es sich hier um ein grundlegendes Thema handelt, mit dem sich die Netzaktiven schon längst auseinandersetzen. Doch wie steht es mit der Vermittlung?

      Ich kann selbst im Moment nicht abschätzen, ob unser Lehrgangskonzept nun eher diejenigen anlockt, die den geschützten Rahmen schätzen, um sich in der ersten Lernphase im Netz noch bedeckt halten zu können, oder ob diejengen kommen, die eh schon ihre Scheu überwunden haben, weil sie schließlich längst reflektiert haben, was als Social Media manager auf sie zukommt.

      Fakt ist, dass wir eine steile Lernkurve ermöglichen – sprich, wir holen z. B. auch die ab, die bis dato noch nie getwittert haben, bleiben aber nicht auf der “Twitter-für-Dummies”-Ebene stehen, sondern bilden wirklich für den beruflichen Kontext aus. Wer schon einzelnde “Techniken” beherrscht, kommt eben schneller voran – spätestens beim REchtsmodul kriegen wir sie alle ran. :-)

      Posted by Dörte Giebel | 27. Juni 2011, 08:41
  2. Danke! Liest sich, als ob es für mich geschrieben wäre!!
    Grüße von der Exlurkerin, immer noch anonym …

    Posted by Exlurkerin | 26. Juni 2011, 23:12
  3. Ich halte es auch für wichtig, dass man im Netz seinen Klarnamen nicht preiszugeben braucht. Deshalb finde ich das vorliegende Konzept sinnvoll. Insbesondere die Teilnahme an FACEBOOK WÜRDE ICH DAHER KEINEM SCHÜLER ODER STUDENTEN ZUMUTEN!
    Langfristig ist es freilich wegen der Forderung nach Zuordnungsfähigkeit von Blogbeiträgen schwer, sich im Netz anonym frei zu bewegen.
    Auf keinen Fall sollten aber Netzteilnehmer diskriminiert werden, wenn sie sich nicht mit Klarnamen outen. Deshalb schreibe ich grundsätzlich nicht unter Klarnamen, obwohl der in meinem Fall leicht festgestellt werden kann. Ich halte es für wichtig, dass man weiterhin eine Kultur des Vertrauens aufbauen kann, wenn man keinen Klarnamen kennt. In der Wikipedia scheint mir das weitgehend gelungen.

    Posted by Fontanefan | 27. Juni 2011, 00:01
    • Vielen Dank für das Feedback! Besonders der Hinweis auf die “Kultur des Vertrauens” in Bezug auf anonyme Netzschreiberlinge ist mir wichtig. Ich bin mir sicher, dass viele Teilnehmer/innen des Lehrgangs ihre ersten Gehversuche anonym machen werden – und ich möchte sie nicht einmal “zwingen”, dass ihren Fernlehrer/innen offen zu legen. Auch Lehrerende müssen schließlich nicht immer ales mitkriegen, wenn Studierende erperimentieren…

      PS: Gibt es eigentlich noch “A-Blogger/innen”, die nur unter PSeudonym schreiben?

      Posted by Dörte Giebel | 27. Juni 2011, 08:51
  4. Ich denke das Thema muss zielgruppenbezogen behandelt werden. Es gibt Unterschiede, ob es eine Ausbildung zum Social Media Manager sein soll, ob Trainer/Lehrer/Dozenten weitergebildet werden sollen oder ob sich das Angebot an Wissensarbeiter wendet.

    Beispiele:

    Einstieg über
    - geschütze Gruppe in einer Community-Plattform (z. B. Mixxt oder unternehmenseigene Plattform)
    - damit können erste Blog-Erfahrungen in einem geschlossenen Kreis gemacht werden können
    - Microblogging in Twitter, kann man nicht so viel falsch machen :-)
    - Bedeutung + Aufbau einer Online-Identität intern üben
    Es gibt genug Möglichkeiten Social Media zu “erfahren” ohne sich gleich der ganzen Welt öffnen zu müssen.

    Zielgruppe Trainer/Lehrer: Fortbildung für Personen der Aus- und Weiterbildung
    - wie 1, aber nach einer Einführungsphase ermuntern den eigenen Blog öffentlich zu führen,
    - Facebookgruppe gründen und im geschützter Gruppe experimentieren
    - Werkzeuge und Methoden erkunden, die im Training/Lehre eingesetzt werden können.

    Zielgruppe Wissensarbeiter in Unternehmen (Working Smarter mit Social Network Services)
    - wie 1
    - gruppenbezogenes Arbeiten mit SNS
    - Erfahrungen sammeln in Fach-Communities
    - Communities wie LinkedIn und Xing
    - Wie können die Werkzeuge/Methoden helfen produktiver zu arbeiten.

    Bei Social Media Manager kann ich nach der Einstiegsphase erwarten, dass sie sich im Web öffentich zeige. Aber wie gesagt, es darf hier kein entweder/oder geben, sonderen wohlbeachtes Abwägen. Beispiel aus eigener Lehrerfahrung: im ersten Online-Workshop zum Thema “Wiki, Blogs und Co.” (im Jahre 2005) führten die Teilnehmer einen öffenlichen Blog (zur Übung) und promt wurden sie “gefunden” weil jemand just zu dieser Zeit eine Untersuchung darüber anstellte, ob diese Medien aktiv in Trainings eingesetzt würden. Danach haben wir immer erst mal im geschützten Bereich gebloggt.

    Posted by Lore Reß | 27. Juni 2011, 09:13
    • Danke Dir für diese Konkretisierung!

      Auch ich sehe die Notwendigkeit zu differenzieren, bleibe jedoch erst einmal bei meiner Prämisse, dass es grundsätzlich erst einmal kein auschließender Faktor sein sollte, wenn jemand sich nicht öffentlich – mit Klarnamen – im Netz präsentieren möchte. Aus meiner Sicht haben Lehrarrangements hier flexibel zu sein und für einen souveränen Umgang mit der Netzöffentlichkeit in bezug auf die eigene Person zu sensibilisieren. Wir haben aus diesem Grund ins erste Modul eine umfangreiche Einheit zum Thema Web-Reputation von Einzelersonen (also nicht auf Organisatonen bezogen) eingebaut.

      Posted by Dörte Giebel | 27. Juni 2011, 09:58
  5. Interessantes Thema. Zunächst ist meine persönliche Meinung, dass man zu dem stehen sollte, was man macht. Und wenn ich eine Weiterbildung in Social Media mache, zeigt das meiner Meinung nach nicht zwingend, dass ich keine Ahnung davon habe, sondern erstmal, dass ich mich dafür interessiere und mein Wissen vertiefen und dazulernen möchte.

    Dennoch weiß ich, dass viele anonym bleiben möchten. Das merke ich zum Beispiel auch an meinem Fernstudium-Portal. Viele Studenten ziehen den Austausch dort dem offiziellen Online-Campus der Anbieter vor, eben weil sie sich nicht outen müssen und ggf. schlechtere Noten fürchten etc.

    Was den Social Media Lehrgang angeht, wäre meiner Meinung nach eine Art Simulation optimal. Also zum Beispiel ein nachgestelltes Facebook usw. Die Umsetzung ist natürlich schwierig, weil viele Elemente dann nicht funktionieren würden.

    Abschließend noch ein Off-Topic-Wunsch zum Blog: Es wäre super, wenn es eine Funktion zum Mail-Abo von neuen Kommentaren geben würde, wenn man selbst einen verfasst hat.

    Posted by Markus Jung | 27. Juni 2011, 15:26
  6. Was man gesagt hat, weiß man erst, wenn man die Antwort hört. Hab ich wirklich zum Ausdruck gebracht, dass eine-Weiterbildung-machen gleichbedeutend ist mit Keine-Ahnung-haben. Oje! :-)

    Gerade im Bereich Social Media rechne ich damit, dass viele Fernstudierende ‘ne Menge Vorkenntnisse mitbringen werden bzw. dass die Heterogenität bezüglich des Wissensstandes sehr groß ist. Darauf ist auch der Lehrgang ausgerichtet (“niedrigschwellig”, aber “steile Lernkurve”…).

    Der Wunsch nach Anonymität ist mir im Kontext Fernstudium auch bekannt. Ein von der Fern(hoch)schule angebotener Online-Campus hat also immer den Vorteil (Austausch, Feedback), der auch als Nachteil (Kontrolle plus drohende Sanktionen) wahrgenommen werden kann: die Chance auf Austausch mit den Lehrenden…

    Speziell im Social-Media-Fernlehrgang ist es natürlich eine Herausforderung, dass sich die Studierenden letztlich ins Wasser trauen müssen, um schwimmen zu lernen. Viele Plattformen bieten ja die Möglichkeit, sich anonym mit einem PSeudonym anzumelden. Bei Plattformen, deren AGBs das explizit ausschließen – wie XING und Facebook -, können wir nicht verlangen, dass Teilnehmer/innen sich unter Klarnamen anmelden, wenn sie dies nicht wollen. Doch wir vertrauen darauf, dass sich jede/r letztlich für irgendein Netzwerk entscheiden wird, denn ein angehender Social Media Manager, der nicht netzerkeln will, wäre ja irgendwie ein Widerspruch in sich. Eine Facebook-Simulation zu bauen, ist nun allerdings eine doch recht wahnwitzige Idee, oder? :-) ich glaube, der Ansatz, im “echten” Social Web zu lernen, passt schon ganz gut – bei aler Freiwilligkeit. Übrigens sehe ich in diesem Fall die Diskussionen im Online-Studienzentrum als eine Art Elchtest an, denn wo lässt sich besser erproben, wie das mit den asynchronen digitalen gesprächen funktioniert.

    Und nun noch zu Deinem Off-Topic-Thema: Als Geisteswissenschaftlerin überfordert ich Deine Frage nach einem Mail-Abo für Kommentare, doch ich werde wie immer alles geben, um auch das zu lösen.

    Viele Grüße, Dörte

    Posted by Dörte Giebel | 27. Juni 2011, 15:45
    • Das ging aber schnell mit Deiner Antwort und dank Twitter bin ich auch gleich darüber informiert worden :-)

      Nur drei kurze Anmerkungen:

      “Hab ich wirklich zum Ausdruck gebracht, dass eine-Weiterbildung-machen gleichbedeutend ist mit Keine-Ahnung-haben.” – Hatte ich aus diesem Text Deines Ursprungsbeitrags angenommen: “um sich dann womöglich auch noch mit der Teilnahme an der Fortbildung outen zu müssen (was ja einem Eingeständnis gleichkommt, bis dato über mangelndes Social-Media-Know-how zu verfügen)”

      “Eine Facebook-Simulation zu bauen, ist nun allerdings eine doch recht wahnwitzige Idee, oder?” Auf jeden Fall. Das ILS-OSZ ist ja auch sowas wie ein kleines Faceook und daher als Mini-Simulation sicherlich schon ganz gut geeignet :-)

      “Als Geisteswissenschaftlerin überfordert ich Deine Frage nach einem Mail-Abo für Kommentare,” Ich meine dieses kleine Kästchen zum Ankreuzen, dass man oft unter dem Kommentarfeld findet mit dem Text “Informiere mich bei neuen Kommentaren”. Dürfte es ein Plugin für WordPress zu geben. Im übrigen dürften Deine geisteswissenschaftlichen technischen Fähigkeiten in Web-Technologien die manches Informatikers übersteigen.

      Beste Grüße
      Markus

      Posted by Markus Jung | 27. Juni 2011, 15:58
  7. Liebe Dörte,

    ["Diversität" ist wohl mein Wort des Tages ;) ... ]

    Fakt ist wohl, dass gerade im Bereich der Weiterbildung sowohl Voraussetzungen der TN als auch individuelle Lebenslagen von großer Bandbreite sind.

    Das von Dir beschriebene Konzept trägt dem Rechnung, wie es auch maximale Selbstbestimmung der TN ermöglicht.

    Ich kann es nicht anders sagen, ich bin beeindruckt.

    Herzliche Grüße nach Hamburg sendet

    Monika

    Posted by Monika E. König | 27. Juni 2011, 16:12
  8. Als Facebook-Ersatz könnte man übrigens Diasphora (auf einem eigenen Server) verwenden, dann wäre das Problem auch gelöst.

    Grundsätzlich sollte aber jeder, der sich in Sachen Social Media ausbilden lässt, auch alle relevanten Tools und Netzwerke ausprobieren. Nur so lässt sich Medienkompetenz erwerben.

    Dass das anonym passiert, finde ich absolut in Ordnung. Ich erlebe es immer wieder, dass TN meiner Seminare und Workshops gerade auf Facebook einen Fakeaccount anlegen, weil sie erstens nicht sofort auf ihren ganzen Freundeskreis stoßen wollen und zweitens so die Angst vor Fehlern nicht so groß ist.

    Posted by Christian Henner-Fehr | 27. Juni 2011, 18:05

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    Anonymous - 27. Juni 2011

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