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7 # In eigener Sache

Meine Social-Media-Kommunikation reloaded – Teil 1: Twitter

Aus der Serie “Meine Social-Media-Kommunikation reloaded”

  • Teil 1: Twitter (11.10.2011)
  • Teil 2: Facebook
  • Teil 3: Google+
  • Teil 4: Xing
  • Teil 5: Blogs

Warum ich Twitter als Netzwerk nutze

Die Diskussion, ob Twitter nun ein Soziales Netzwerk oder eher ein Broadcasting-Kanal ist, ist redundant. Und die Frage, ob Twitter (bald) tot ist bzw. überhaupt noch entwicklungsfähig, wird sowieso niemand abschließend beantworten können. Was aber jederzeit möglich ist: Jede/r kann für sich klären, wie man/frau Twitter jetzt und in Zukunft nutzen möchte. Und da erleben einige zurzeit Veränderungen, weil es spürbar ruhiger zugeht in ihrer Timeline. Das hat nicht zwingend etwas mit einem allgemeinen Twitter-Verdruss zu tun, wie dann schnell behauptet wird, denn  Webevangelist Thomas Pfeiffer hat schließlich gerade nachgewiesen, dass es derzeit mehr aktive deutschsprachige Twitterati gibt denn je. Wer über Stille im Stream jammert, folgt lediglich Menschen, die sich zurzeit umorientieren – entweder plaudern sie auf anderen Plattformen weiter (ich habe da Google+ stark in Verdacht) oder sie ziehen sich insgesamt aus den Plauderstuben des Social Web zurück (wie Mirko Lange zum Beispiel, der rund drei Jahre lang nicht nur meine Timeline intensiv belebte und es nun ruhiger angehen lassen will). Angeblich verschwindet ja, wenn der Mob Maintsream kommt, die Avangarde. Early Adopter neigen dann schnell zur Welt(=Medien)-Untergangsstimmung

Äh… zurück zu meinem eigentlichen Thema: Auch ich überdenke zurzeit mein Online-Kommunikationsverhalten. Ich überlege mir, was für mich aktuell Sinn macht und woran ich wirklich Freude habe, kurz wie ich meine digitalen Gespräche fruchtbar und befriedigend gestalten möchte, was sich nicht wie reine Zeitfresserei anfühlt, sondern mich wirklich bereichert. Und weil Twitter nach meinem frühen Foren-Aktivitäten Anfang der 2000er mein erstes intensiv genutztes Social Medium war, beginne ich meine Selbsterklärungen genau damit.

Das Wesentliche ist in den beiden Tweets ausgedrückt: Ich beschränke meine Followerschaft ab sofort auf Menschen. Was Organisationen, Medien und Events auf Twitter “zu sagen haben”, interessiert mich natürlich nach wie vor, doch solange dahinter nicht eins zu eins ein namentlich benannter Mensch steht, organisiere ich solche Accounts zukünftig über Listen. Warum dieser Aufwand? Weil es sich so stimmiger anfühlt, weil ich so in meiner Standard-Timeline (ich gestehe, ich nutze bis heute gern die normale Website-Ansicht von Twitter) wirklich nur diejenigen habe, mit denen ich mich auch via @reply oder DM austauschen möchte. Weil mein Twitter für mich schon immer mein Netzwerk war, weil ich hierüber schon immer mein Networking organisiert habe. Es gibt sogar Zeiten, da erreicht man mich via Twitter-DM schneller als via Handy-SMS. So ticke ich, so tickt My Twitter. Ich glaube an die Kraft des Twitterns, nach wie vor. Twitter ist für mich seit meinem ersten Tweet am 3. Dezember 2008 die Konstante in meiner Social-Media-Kommunikation, keinen anderen Kanal steuere ich so konsequent regelmäßig und oft an wie diesen. Twitter hat mir großartige Proejktpartner beschert, echte Vorbilder und tolle reale Begegnungen vorbereitet.

Um mich selbst beim Wort zu nehmen, beginne ich in diesen Tagen einen Selbstversuch: Schaffe ich es, genau das bei mir selbst abzustellen, was Twitter für mich in letzter Zeit hat so langweilig werden lassen: Schaffe ich es, das Broadcasting sein zu lassen und nur noch in Dialogen oder konkreten Kontexten (wie Hashtags für Events oder öffentlichen Debatten à la #0zapftis) zu twittern? Ihr dürft mich an diesem Anspruch messen.

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Discussion

3 Responses to “Meine Social-Media-Kommunikation reloaded – Teil 1: Twitter”

  1. Bin ebenfalls gegen Linkschleudern und für mehr Miteinander in der Twitterwelt!
    Mein ausführlicher Comment:
    http://bit.ly/pKi340

    Posted by Thomas | 11. Oktober 2011, 16:28

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  1. [...] by Thomas Franz  Published in Allgemein Tweet Bin via Facebook zum Artikel von @dieGoerelebt gekommen und stimme ihr in vielen Punkten zu. Diese Linkschleudern haben oft echt einen großen [...]

  2. [...] Wie ich Twitter aktuell aktiv nutze, habe ich übrigens erst vor kurzem hier im Blog ausführlich [...]

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