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4 # Meine Woche im Netz

Meine Woche im Netz: KW 47 2011

Habt ihr eine Ahnung, was es heißt, aus Bielefeld vom EduCamp 2011 (hier gehts zur Dokumentation) zurückzukommen und nicht einen Fitzel Zeit zum Bloggen zu finden…!?! Nicht nur, dass meine Nachlesen zu den vielen spannenden Sessions (siehe Pad-Mitschriften und noch mehr Pad-Mitschriften) und Pausengesprächen auf der Strecke blieb, auch die unsägliche Bertelsmann-Sponsoren-Debatte konnte ich nur fingerzuckend lesen, gerade einmal zu ein paar mehr oder weniger entnervten Tweets hat es gereicht. Dabei würde ich mich gern über das Für und Wider von Sponsoren à la Bertelsmann-Stiftung auf BarCamps auseinandersetzen, doch die Form, wie seitens des TAZ-Redakteurs auf Twitter polemisiert wurde, um an seine Story zu kommen, hat mich wirklich … erschrocken. Damit auch Außenstehende verstehen, worum es hier geht, müsste ich eigentlich mal die komplette Twitter-Kommunikation zwischen Journalist, Camp-Organisatoren/innen, Teilnehmern/innen und am Thema interessierten Twitterern/innen dokumentieren. Oder hat das schon jemand gemacht? <Polemik> Vielleicht ist das schlichtweg eine neue Form des Journalismus 2.0: Man provoziere eine Reaktion, der man dann jede Menge Motive und Hintergründe unterstellen kann. So etwas ist doch ein 2.0-Phänomen, oder? Vielleicht könnten das ein paar Journalistik-Profs mal wissenschaftlich untersuchen. Dagegen ist klassischer investigatver Journalismus wirklich sowas von Achtziger… Wobei der wenigstens zur Konsequenz gehabt hätte, dass sich der Redakteur unter EduVolk beim Camp gemischt hätte. Ach nee, dann hätte er in diesem Fall womöglich keine Story mehr gehabt. Manchmal muss man eben entscheiden, draußen zu bleiben, wenn man in diesem Stil “berichten” will… </Polemik>

Ich war übrigens nicht die einzige, die von dieser Art Journalismus enttäuscht war (ohne das Thema grundsätzlich tabuisieren zu wollen!), siehe die Tweets von @mons7, @heinz , @lisarosa oder auch @e_trude.- hier gibts die komplette Tweetsammlung dazu. Ich hoffe übrigens, dass wir die Diskussion über Sponsorships (nicht nur) auf BarCamps in Zukunft ohne so viel Polemik fortsetzen können, gern auch in den Printmedien. (… und ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen dann noch Zeit für meine eigentliche Nachberichterstattung zum EduCamp finde, zum Beispiel in Ergänzung dieses Blog-Artikels von Karlheinz Pape über unsere Session zur Open Content Academy.)

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Da war übrigens noch ein anderer Sponsorenskandal in dieser Woche: ADIDAS ist da in was reingeraten, weil der Sportartikelhersteller eine Europameisterschaft sponsort, für die Tiere ermordet werden – so bringen es die meuternden Tierschützer auf den Punkt und erwarten Heldentaten von der Marke. PR-2.0-Experte Tapio Liller hat die Diskussion darüber in seinem Blog gebündelt und geschürt. Die Art und Weise der Diskussion unterscheidet sich nicht immer von der Bertelsmann-Sponsoren-Diskussion – und da sei die Frage erlaubt, ob Diskussionen dieser Art eigentlich irgend etwas zur politischen Klärung der Sachlage beitragen… #mustread

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Das Spannendste am diesjährigen EduCamp war übrigens die andauernde Auseinandersetzung mit Open Educational Ressources (OER) und die sich daraus formierende Bewegung, wenn ich das mal so nennen darf (oder besser: Netzwerk? Klingt aber so lahm…) – ausgelöst dadurch, dass der “Schultrojaner” zwei Wochen vor dem EduCamp endlich gründlich in die Öffentlichkeit gezerrt wurde. Dazu passt wie die Faust aufs Auge die am 24. November 2011 veröffentlichte Positionspapier “Ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert”, unterzeichnet von Wikimedia Deutschland e.V., Digitale Gesellschaft e.V. und Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., aus dem ich hier kurz zitieren möchte:

“Es gibt eine Legitimationskrise des Urheberrechts, die sich vor allem aus dem wachsenden Widerspruch zwischen seinen auf das analoge Zeitalter gemünzten Detailregelungen und der Alltagswirklichkeit im digitalen Zeitalter ergibt:

  • [...]
  • Lehrer und Lehrerinnen verzweifeln an den Einschränkungen, die ihnen bei der Herstellung und Verbreitung digitaler Unterrichtsmaterialien begegnen.
  • [...]

[...] Ein reformiertes Urheberrecht muss deshalb neben Anreizen für kommerzielle Wertschöpfung auch Anreize für Teilhabe ermöglichen. In der vorliegenden Form führt es allerdings eher zu einer Kultur der Abschottung, die gänzlich auf die Exklusions- und Repressionsmechanismen einer im Strukturwandel befindlichen Copyright-Industrie gemünzt ist und weder den eigentlichen Kreativen noch denen, die deren Werke nutzen möchten, weiterhilft.”

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Und weil es vorhin so schön war, hier noch zwei Lektüretipps zum Journalismus im digialen Mitmach-Zeitalter:

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Now to something completey different: Seit ein paar Tagen experimenitiere ich mit TiddlyWiki – einer kleinen, aber sehr feinen Wiki-Software (JavaSkript)  “für die Hosentasche”, auch in einer deutschen Übersetzung verfügbar und for free auf den eigenen Rechner herunterzuladen oder aber auch über die Hostingplattform tiddlyspot.com online zu verwalten und zu veröffentlichen. TiddlyWiki besteht aus einer einzigen HTML-Seite, kommt ohne Servcer aus und ist leer gerade einmal 400 KB groß. Ein ausführlicher Erfahrungsbericht folgt, bis dahin staunt doch einfach über diesen TiddlyWikiRoman: http://bc.etkbooks.com/opac/

… vielleicht ist TiddlyWiki ja endlich der letzte fehlende Kick, mich zur Romancietrisse zu entwickeln.

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Und wie war Eure Woche so im Netz?

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Discussion

10 Responses to “Meine Woche im Netz: KW 47 2011”

  1. werte goere,

    es gab gar keinen plan, einen text (für die taz) zu schreiben oder gar zu provozieren. es gab einen beinahe schüchternen anfangstweet (wie auf robertcaesar.wordpress.com/2011/11/21/545/ beschrieben), der – beginnend mit @lisarosa – mit abwehr, später persönlich adressierten schmähungen, schließlich purem netz-geholze beantwortet wurde.

    was mich verletzt und zugleich gewundert hat. denn an der kritik gibt es doch nix zu deuteln. die kann jeder leicht verstehen: man lässt sich ein barcamp nicht durch einen multi-Mrd-euro-medienkonzern sponsern, und sei es “nur” durch die stiftung und dort einen – überaus engagierten und freundlichen – referenten. dass @hokey noch eine woche später fragt, welche kritik es denn gebe, wiewohl er über bertelsmann auch nachgedacht habe, sagt vieles. was die community derart trifft – das trifft zu. barcamp und bertelsmann – das schließt sich aus. Wem man das erklären muss, der soll aufhören von gegenöffentlichkeit zu träumen und seinen account halt löschen. Es gibt gigabytes an literatur, wie konzerne twittern und bloggen als PR, CSR oder simpel zur weißwaschung nutzen – ganz egal, ob die das nun selbst organisieren oder ob es ihnen eine gefühlsduselige community for free besorgt. Diese hinweise habe ich bei der goere hier oben ein wenig vermisst, muss ich gestehen.

    Es gibt ein paar – wie ich finde – spannende hinweise darauf, woher diese unverträglichkeit „blogger meets journalism“ oder, als steigerung, „twitter-teacher meets journalism“ herrührt. Es ist ein komplett unterschiedlicher politikbegriff und animositäten ohne ende.

    lehrer und auch educamper fühlen sich „persönlich“ angegriffen, wenn man sie im kritischen diskurs als polit-soziologisch halbwegs abgrenzbare gruppe anspricht. Ich habe einen der Protagonisten gefragt, wo er denn persönlich oder gar namentlich von mir kritisiert worden sei. Er antwortete: „ich fühle mich implizit gedisst … du scherst alle ‘blogger’ über einen kamm.“ man kennt das als holzmedien-kommentator. Taucht in einem kommentar das wort lehrer in einem negativen zusammenhang auf, fühlen sich ganz viele lehrer sofort als person angesprochen. Bei Twitter-Teachern ist das auch so – nur dass die reaktionen viel schneller erfolgen und verbreitet werden.

    Es herrscht eine große unkenntnis über journalismus. schon die funktions-unterscheidung von bericht und kommentar ist quasi unbekannt. Es gab keinen bericht, sd. einen kommentar. Das hat auch keine verschwörerischen gründe, sondern allein den, dass die tazzwei-redaktion (der man nicht angehört) eben entschied: kommentar. Nun wurden von den bloggis mehr zitate und recherche gefordert, ja bis heute wird von @hokey der wunsch erhoben: wer nicht da war, der darf auch nicht kritisieren! Ich empfehle ein schlückchen historie a la zolas j’accuse oder habermas definition intellektueller kritik. Das ist fester bestandteil einer zur demokratie gehörenden kritischen öffentlichkeit – offenbar aber nicht bei twitter plus gebloggten erweiterungen.

    es wurde – auch dies in ciffis mobilem bureau beschrieben – sogar das ansinnen vorgetragen, den GANZEN TEXT VORHER LESEN zu dürfen. Das ist – sehr sehr vorsichtig formuliert – ungewöhnlich: aktive mediateilnehmerInnen des 21. jahrhunderts wollen metternichs methoden des 19. jhd wieder haben – selbstverständlich nur, um sachlichen fehlern vorzubeugen. Eine zugespitzte formel wie: „educamper suhlen sich in bertelsmann-euros“ wird als frevel angesehen und mit scharfen und rein persönlich adressierten „mutter“-witzchen niederkartätscht. Vielleicht sollten die EduCamper bei einer ihrer nächsten treffen einfach ein „karlsbad-session“ zur einrichtung einer zensur- und wording-schiedsstelle abhalten?

    Ich habe früh getwittert und dem vorsitzer des educamp-clubs auch direkt gesagt, dass es vielleicht einen versuch wert sei, die taz, den freitag und eine der exzellenten berliner schulen als sponsor und schauplatz eines künftigen EduCamps zu sehen. Das muss erst im hause besprochen werden, dazu braucht man auch die unterstützung z.b. von @jensgrb. Das ist das konstruktive element jenseits der kritik, den ich bereits als antwort auf @lisarosa’s ersten reply hatte.
    Und, auch das, das eingeständnis, dass der ton meinerseits sicher zu sarkastisch und verletzt war. Das hatte gründe, die mancher @alias besser erklären könnte. Dennoch tut es mir leid, dafür bitte ich um entschuldigung.
    Best @ciffi

    Posted by christian füller | 27. November 2011, 15:06
  2. Lieber @ciffi,
    ich widerstehe jetzt dem Drang, gleichfalls polemisch zu antworten und verweise einfach sachlich darauf, dass die Unterstellung in Absatz 5 schlichtweg nicht zutrifft. Ich bin aber auf den Beleg sehr gespannt.

    Ich verstehe mich übrigens nicht als Teilnehmer einer wie auch immer gearteten revolutionären „Gegenöffentlichkeit“. Die Art und Weise deiner Kritik nach dem EduCamp fand ich schlichtweg herabsetzend und sie erschien in ihrer beleidigenden Polemik überzogen und übermotiviert. Ich wäre dir durchaus gerne in deiner Kritik gefolgt, aber die Motivation für diese Kritik hast du weder verlinkt noch dargelegt. Klar, allgemein kann man vieles nachlesen und googeln (aber oh… der böse Google-Konzern…), doch wenn jemand derart konkret und polemisch attackiert, dann sollte er auch in der Lage sein, seine Kritik ebenso konkret (und gerne auch polemisch) darzustellen.

    Gruß
    Hokey

    Posted by Hokey | 27. November 2011, 18:19
  3. Betreff Educamp/Bertelsmann: Also für mich stellt sich die Lage der Dinge so dar: Mehrere Autoren, die die Bertelsmann-Aktivitäten in den letzten Jahrzehnten beobachtet haben, schildern überzeugend und übereinstimmend, dass Bertelsmann als privates Unternehmen mit Hilfe seiner Stiftung an demokratischen Institutionen vorbei erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen in unserem Lande genommen hat (Beispiele wären z.B.: die Aktivitäten des Centrums für Hochschulentwicklung, die der ehemalige Staatssekretär im Wissenschaftsministerium NRW (1996-2000) aufgedeckt hat oder zahlreiche andere Beispiele, die Thomas Schuler in seinem Buch “Bertelsmann Republik Deutschland” dokumentiert hat). Dieses Verhalten, das Liz Mohn als Eigentümerin von Bertelsmann zu verantworten hat, ist aus meiner Sicht moralisch und politisch verwerflich. Diese Zusammenhänge waren aus meiner Sicht den Veranstaltern des Educamps nicht gegenwärtig und ich bin mir sicher, nachdem darauf aufmerksam gemacht wurde, wird die EduCamp-Community auch darüber nachdenken, ob bei diesen Voraussetzungen, Bertelsmann zukünftig noch ein geeigneter Sponsor sein kann. Bei einer sachlichen Kritik in dieser Richtung wäre diese Diskussion sicherlich konstruktiv in Gang gekommen. Der Ton aber, den Christian Füller anschlug, indem er z.B. den EduCamp-Twitterern unterstellte der Tenor ihrer Tweets laute »We love Bertelsmann« (http://pages.citebite.com/f1t2d5v5c4fym), was aus den hier von Dörte Giebel dokumentierten Tweets (http://storify.com/diegoerelebt/wie-man-eine-story-furs-blatt-auf-twitter-herbeipr) keinesfalls herauszulesen ist; dieser Ton machte eine konstruktive Diskussion im Grunde unmöglich und verstärkte zudem den Eindruck als stehe Christian Füller mit seiner Art Journalismus für eine Boulevardisierung der TAZ. Also vielleicht sollten wir einfach nochmal den reset-Knopf drücken und versuchen diese Fragen bei folgenden EduCamps angemessen zu berücksichtigen.
    Grüße
    Wolfgang

    Posted by Wolfgang Neuhaus | 27. November 2011, 19:32
  4. - Bielefeld, 18.-20.11.2011: EduCamp, gesponsert u.a. durch 5.000 Euro der Bertelsmann-Stiftung

    - TAZ, 24.11.2011, Christian Füller:
    “Lehrer und Blogger. Und der Bertelsmann kaufte sie für 5.000 Euro”

    - NetzFaktorei, 27.11.2011, Christian Füller:
    “barcamp und bertelsmann – das schließt sich aus. Wem man das erklären muss, der soll aufhören von gegenöffentlichkeit zu träumen und seinen account halt löschen.”

    ZEITSPRUNG

    - Februar 2011: BILD schaltet ganzseitige Anzeige in der TAZ

    - Carta, 28.02.2011, Wolfgang Michal
    “Ich glaub’, es hackt: Die taz nimmt’s von jedem!”

    - Carta, 28.02.2011, Kommentar Christian Füller:
    “@michal immer schön der reihe nach, herr doktor moralapostel. die taz interviewt holofernes, DANN schaltet die bild eine anzieg, in der ihr brieftext IM ORIGINAL erscheint. eine bezahlte anziege als infokasten. wer nötigt da wen wozu? ich glaube, es hackt!
    für wie doof halten sie eigentlich taz.-leserInnen?”

    Nachzulesen hier: http://carta.info/38694/ich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem/

    Nur als kleine Gedächtnisstütze.
    Gruß, JR

    Posted by Jochen Robes | 28. November 2011, 10:13
  5. @jrobes Herzlichen Dank für die Gedächtnisstütze!
    @wneuhaus “dass Bertelsmann als privates Unternehmen mit Hilfe seiner Stiftung an demokratischen Institutionen vorbei erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen in unserem Lande genommen hat”. Das sehe ich auch so.
    Es wäre aber doch interessant zu erfahren, wo der Einfluss auf die Educamper in Bielefeld liegt.
    Die Gefahr, dass Akademiker billig für fragwürdige Ziele eingekauft werden, ist allgemein sehr groß.
    Aber wie soll das bei einer so disparaten Gruppe wie den Educampern gelingen?
    @ciffi Eine scheinbare Solidarisierung von Educampern mit Bertelsmann ließe sich freilich durch andauernde Polemik erreichen.

    Posted by Fontanefan | 28. November 2011, 17:06
    • Ein vielleicht nicht überflüssiger Zusatz:
      Ich war noch nie auf einem Educamp, folglich auch nicht in Bielefeld, las aber einen Tweet von jrobes.

      Posted by Fontanefan | 28. November 2011, 17:09
    • @FONTANEFAN
      Ob Bertelsmann Einfluss auf Educamper genommen hat, kann ich nicht beurteilen, weil ich bei diesem Educamp nicht dabei war. Was für mich persönlich aber ein Problem ist, ist dass Bertelsmann unsere Educamps nutzt, um sich öffentlichkeitswirksam ein demokratisches Image zu verleihen, obwohl sie in großem Maßstab undemokratisch agieren. Da fühle ich mich irgendwie missbraucht als Teil der Educamp-Community.

      Posted by Wolfgang Neuhaus | 29. November 2011, 01:39
  6. Eine derart scharfe Debatte um 5000 Euro ist in meinen Augen grundsätzlich ziemlich lächerlich.
    Heute sah’ ich auf einem Nachrichtensender einen lustigen Bericht über den Euro-Rettungsschirm – in dem fast “gewitzelt” wurde: “Erst waren es Millionen, dann Millarden, jetzt Billionen.” Oder man nehme die Tatsache, dass manche Großkonzerne in einem Jahr mehr Gewinn erwirtschaften als die gesamte Bundesrepublik.

    Ich bin nicht blöd – hier ging es um das Prinzip. Wenn schon “Un-Kultur” und (angebliche) Gegenbewegung, dann aber bitte konsequent. Lasst Euch bloss nicht korrumpieren. Zeigefinger hoch.

    Sicher sind Menschen, die sich im Bildungsbereich engagieren, oft Utopisten oder auch Träumer im positiven Sinne. Sie wollen Sachen, die sich mit bestehenden Strukturen nicht vereinbaren lassen.
    Und um ihr Ziel auch nur annähernd greifbar zu machen, ignorieren sie auch schon mal gewisse “Tatsachen”.

    Ich finde das nicht verwerflich, höchstens vielleicht ein bisschen naiv. Um gegen ein System anzutreten – dass seinen Auftrag vergessen hat, für die Bürger, in deren Sinne, nach deren Willen zu handeln – brauchen wir diese Art von Naivität manchmal vielleicht aber auch.

    Posted by Andrea Brücken | 30. November 2011, 00:12

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  1. [...] Stimmungen und Reflexionen im Nachgang zum EduCamp 2011 sind auch zu finden bei  Andrea Brücken, Dörte Giebel, Monika König, Karlheinz Pape, Christian Spannagel, [...]

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