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9 # Blogsprints

Einladung zum #BlogSprint: Collaborative Online Content Production

UPDATE 2 vom 26. Juni:

Das Planungs-Pad ist da: http://piratepad.net/WvYazRiM7A
Tragt Eure Anmeldung, Euren Themenvorschlag für Euren Blog-Beitrag sowie Fragen und Anregungen dort ein!
Danke!


VORSPANN

Dieser Blog-Post muss jetzt mindestens zweierlei schaffen:

  1. Erklären, was ein Blogsprint sein soll, so dass es zum Mitmachen anregt
  2. Das Thema des ersten Blogsprints so erklären, dass es zum Mitmachen anregt

Auf geht’s…

***

Was ist ein BlogSprint?

Vielleicht ist ein BlogSprint schlichtweg so etwas wie eine Blogparade (auch Blog Carnival genannt) in Echtzeit.  Blogparaden haben den Charme, dass das Bloggen im Rahmen einer (zumindest temporären) Community (durch das gemeinsame Interesse am gesetzten Thema) stattfindet – ein Gefühl, welches sich sonst nicht immer einstellen mag. Dass sich Blogger/innen immer weniger bloggend aufeinander beziehen, wird gemeinhin viel beschrien. Daaran ändert sich auch dann nichts, wenn alle dem Ruf von Oberlehrerblogger Sascha Lobo folgen und Bloggen dadurch grundsätzlich eine Renaissance erlebt. Bloggen kann sich ganz schön einsam anfühlen und damit auch ganz schön sinnlos. Um dem Bloggen wieder stärker den Charakter eines digitalen Gesprächs zu geben, schlage ich heute mal eine kleine Maßnahme vor: den BlogSprint.

Die Grundidee: Gemeinsam zeitgleich bloggen

Es ist eigentlich ganz einfach: Eine Gruppe von Bloggern/innen einigt sich auf ein gemeinsames Thema und auf einen Termin, an dem sie gemeinsam mehrere Stunden (3 sollten reichen) online diskutieren und dann bloggen und sich dann gegenseitig kommentieren wollen. Oder sie folgen einfach einem/r BlogSprint-Gastgeber/in, der/die ein Thema und einen Termin vorgibt.

Warum ich glaube, dass das funktionieren kann? Weil es immer wieder Abende gibt, an dem ich gemeinsam mit ein paar Leuten im Internet abhänge und twittere – und nebenbei macht jede/r sein/ihrs. Viele bloggen in der Zeit oder recherchieren oder surfen einfach nur. Wie wäre es, wenn wir uns einfach dazu verabreden, an einem solchen Abend jeweils einen Blog-Artikel zu produzieren und zu einem verabredeten Zeitpunkt ale auf VERÖFFENTLICHEN zu drücken? Wer findet, dass sein/ihr Artikel zum verabredeten Zeitpunkt noch nicht rund ist, kann ja dick und fett “under construction” drüber schreiben. Überhaupt wäre das doch die Idee, die Stunde direkt nach der Veröffentlichung der vielen Blog-Artikel zu reservieren für gegenseitiges Lesen und Kommentieren (kurz: der Review-Prozess!) und Verlinken – und in Folge dessen zum Weiterentwickeln der einzelnen Artikel. Eine Stunde nach der Veröffentlichung verschwindet dann der Zusatz “under construction” aus den Blog-Artikeln – und fertig ist eine wundervolle Serie an Blog-Artikeln

Das Vorbild: Booksprint

Ich habe mich in den vergangenen Tagen zum ersten Mal näher mit dem Konzept von BookSprints beschäftigt – mehrtägige Events, auf denen Menschen gemeinsam ein Buch produzieren. Nahe gebracht haben mir diese Idee zwei Artikel (hier und hier) in dem noch jungen, aber irgendwann einmal legendären Blog 1geheimprojekt. (Was Monika E. König und Andrea Brücken da vorhaben, ist wirklich hochspannend!) Mittlerweile wurde sogar die Idee geboren, das nächste EduCamp zu nutzen, um mit einer Gruppe von Camp-Besuchern/innen ein Jubiläumsbuch über EduCamps im Booksprint-Stil zu verfassen.

Da wär ich natürlich gern dabei, genau so wie beim geheimprojekt – und warum sollten wir uns nicht einfach alle miteinander schonmal warmlaufen, indem wir online ein bisschen üben, in kurzer Zeit miteinander viel text zu produzieren?

Und darum erfinde ich jetzt das Format BlogSprint – die kollaborative Blogparade in Echtzeit!

Der idealtypische Ablauf (Vorschlag)

Phase 1: Von der Einladung bis zum Tag des Blogsprint-Events

Der/die Gastgeberin lädt ein zum Blogsprint, definiert ein Thema und erläutert ein wenig die Fragestellung, zu der er/sie sich einen BlogSprint wünscht.

Außerdem schlägt er/sie einen Termin vor, an dem gemeinsam geblogsprintet wird.

Und er/sie stellt ein offen zugängliches Dokument (z.B. ein piratepad) bereit, in dem das Thema erläutert und in dem sukzessive (asynchron) erste Artikel-Ideen gesammelt werden – und zwar sowohl Artikel, die jemand schreiben will als auch solche Aspekte des Themas, über die sich jemand einen Artikel von jemand anderem wünscht. So kann man sich quasi Blog-Artikel (evtl. sogar bei einer bestimmten Person) bestellen…

Es ist übrigens selbstverständlich erlaubt, Texte vorzuproduzieren (oder auf eigene bereits veröffentlichte Texte als Rohmasse zurückzugreifen), so dass man beim BlogSprint-Event selbst nicht unter Druck gerät, weil man sich das Verfassen eines Blog-Artikels vom weißen Blatt Papier aus nicht zutraut… Nur eines ist wünschenswert: Beim BlogSprint-Event selbst sollte noch Bewegung in den Text kommen!

Phase 2: Der eigentliche BlogSprint

1. Die erste halbe Stunde: Online-Live-Diskussion des Themas und der verschiedenen Teilaspekte (Artikel-Vorschläge) in einem Google+ Hangout

2. Die folgenden zwei Stunden: Auf die Plätze, fertig, los: Es wird geschrieben oder gepodcastet, was das Zeug hält. Das Besondere: Alle texte werden offen online in einem für andere zugänglichen Dokument produziert, so dass andere mal vorbeischauen und Zwischenfeedback geben können. Leider ist diese offene Form der Produktion nur für texte möglich, nicht so leicht für Audio-Material. Aber was ja auch noch eine Möglichkeit ist: Eine Gruppe entschließt sich, zu dem Thema eine Diskussion aufzuzeichnen, als Podcast oder Lievstreamin-Mitschnitt – alles erlaubt!

3. Die letzte halbe bis ganze Stunde: Zu einem verabredeten Zeitpunkt drücken alle auf VERÖFFENTLICHEN – egal wie weit sie sind. Für die nächste halbe/ganze Stunde werden alle Artikel mit “under construction” gekennzeichnet. In dem ursprünglichen offenen Dokument werden alle Links zu den veröffentlichten Artikeln eingetragen, so dass man sich nun gegenseitig im Blog besuchen, lesen und kommentieren kann. Der/die Gastgeber/in erstellt aus der Liste flugs einen Übersichtsartikel im Blog, so dass auch am nächsten Tag nachvollzogen werden kann, wo überall Artikel zum Thema zu finden sind…

Phase 3: Vom BlogSprint zum eBook

Wenn gewünscht, können die Ergebnisse des BlogSprints in einem eBook gebündelt werden.

So, und jetzt mal Butter bei die Fische…

***

Das Thema für den BlogSpirnt Nr. 1

Collaborative Online Content Production (COCP):
Erfahrungsberichte – Visionen – Tools – offene Fragen

Das Internet mit seinen vielfältgen Plattformen und Programmen ermöglicht die virtuelle Teamarbeit zur Produktion von Inhalten bzw. Medien.Doch aus diesen scheinbar unendlichen Möglichkeiten ergeben sich Fragen, die am konkreten Projekt beantwortet werden müssen:

  • In welchen Zusammenhängen macht das gemeinsame virtuelle Produzieren von Inhalten (ob Text, Bild, Ton oder Bewegtbild) besonders viel Sinn und wo ist es Unsinn?
  • Was für Projekte werden dadurch möglich – und was macht diese dann doch wieder kompliziert?
  • Welche Kompetenzen brauchen Menschen für die COCP und welche Rollen müssen im Team, das erfolgreich zusammen produzieren will, vergeben und ausgefüllt werden? Wie muss ein Team beschaffen sein, dass COCP betreibt? Welche Spielregeln müssen eingehalten werden?
  • Was sind das eigentlich für Inhalte, die dabei herauskommen? Und wem gehören die?
  • Welche Tools eignen sich besonders gut, um gemeinsam im Internet neuen Inhalte zu arbeiten?

All diese Fragen würde ich gern an konkreten Erfahrungen, Projekten oder Visionen diskutieren. In den kommenden tagen erstelle ich dazu auch noch einen ausführlicheren Artikel, um das Thema ein wenig aufzufächern…

Hat es Dich jetzt schon gepackt, weil COCP auch irgendwie Dein Thema ist? Dann lies mal unbedingt weiter!

Der Termin für den BlogSprint Nr. 1

Freitag, 6. Juli 2012, 20:00 – 23:00 Uhr

Natürlich bin ich jetzt erst einnmal gespannt, wie diese Idee so ankommt. Und ich wüsste gern, wer grundsätzlich Lust hat mitzumachen. Damit das ganze etwas konkreter wird, mache ich mal drei Terminvorschläge in den kommenden drei Wochen. Wenn an einem Termin eine Gruppe von mindestens sieben (Glückszahl!) Personen zusammen kommt, findet der BlogSprint statt.

Zur Auswahl stehen die folgenden Termine:

  • Freitag, 6. Juli 2012, 17:00 – 20:00 Uhr
  • Freitag, 6. Juli 2012, 19:00 – 22:00 Uhr
  • Mittwoch, 11. Juli 2012, 20:00 – 23:00 Uhr

 

Hier gehts zum Doodle, damit sich verbindlich eintragen kann, wer gern dabei wäre.

UPDATE 1:

Es ist schon entschieden: Der erste BlogSprint findet statt am Freitag, 6. Juli 2012, von 20.00 bis 23:00 Uhr!

UPDATE 2 vom 26. Juni:

Das Planungs-Pad ist da: http://piratepad.net/WvYazRiM7A
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Danke!

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Ich selbst hab ja schon ein paar Blogger/innen im Kopf, die ich gern dabei hätte: So könnten Andrea Brücken und Monika E. König doch ganz wunderbar miteinander diskutieren, was die nächsten Schritte sein müssen, damit das 1geheimprojekt wirklich kollaborativ wird. Und Monika könnte zudem Revue passieren lassen, wie sie die gemeinsame Manuskripterstellung für das Studienheft SoMM 1 mit Heinz Wittenbrink und mir erlebt hat. Anja C. Wagner könnte beschreiben, wie der kollaborative Ansatz im ununi.tv-Projekt umgesetzt wird. Christian Spannagel könnte ausplaudern, wie die Bildungsreporter in punkto Collaborative Online Content Production ticken. Außerdem könnte Jochen Robes einmal auf den Punkt bringen, warum Lernen in einem Massive Open Online Course immer auch etwas mit der Produktion und Veröffentlichung von (vorläufigen) Lernergebnissen zu tun hat, die in den Course eingespeist werden.Und natürlich hätten alle Fernstudierenden (hallo Jasmin Jodlauk, hallo Bianka Blavustyak!) im SoMM-Fernlehrgang die Chance, mir bloggend zu erklären, wie eine kollaborativ online erstellte Gruppenarbeit als Einsendeaufgabe anerkannt werden kann, bei der auch noch eine Einzelleistung erkennbar und bewertbar ist. :-) Und Melanie Unbekannt hätte Raum, ihr Wiki-Know-how zu voller Blüte zu brignen. Auch Ralf Appelt könnte mit von der Partie sein, indem er uns aufzeigt, wie kollaborative Produzieren von Lerninhalten den Schulunterricht beflügeln könnte. … und welch Ehre wäre es, wenn Netz-VIPs wie Richard Gutjahr beim BlogSprint mitmachen würden, um zu erläutern, was an der Rundshow eigentlich kollaborativ produzierter Inhalt war…

Alle die, die ich jetzt nicht genannt haben, sollten mir beweisen, wie töricht es von mir war, nicht sofort an sie gedacht zu haben…

***

Also: Machst Du mit beim BlogSprint?

Dann hinterlasse hier im Blog Deine Zusage als Kommentar!
Und verbeite die Idee und den Termin gern weiter – auf Twitter oder Facebook oder Google+ oder wo immer Du willst….

***

 

 

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Discussion

18 Responses to “Einladung zum #BlogSprint: Collaborative Online Content Production”

  1. Ich mag ja kein Spielverderber sein (auch wenn manche das Gegenteil behaupten – https://twitter.com/krawr_/statuses/216179175642505216), aber: Warum? Bloggen ist für mich eine eher persönliche Reflexion, eine Berichterstattung oder Hinweisgebung. Die findet von mir statt und ist i.d.R. nicht an Deadlines gebunden. Blogparaden regen zur Reflexion bestimmter Themen an, Booksprints haben das Buch als Produkt im Fokues. Was macht ein Blogsprint? Vielleicht bin ich ja beruflich zu sehr an Deadlines gewöhnt, dass ich beim Bloggen mag, dass solche bewusst nicht da sind, aber was ist der Sinn eines WIP-Blogbeitrages, nur weil gerade 23 Uhr ist? Und was hält die Interessenten davon ab, den Beitrag schon vorher zu schreiben und den WordPress-Timer auf 23 Uhr zu stellen?

    Die Planung mit dem Hangout zu beginn finde ich gut, aber dann fällt meiner Meinung nach das Konzept ab, da letztendlich doch alle “allein gelassen” werden. Spontan hätte ich noch ein paar Vorschläge dazu:
    - Hangout oder wenigstens eine Art Audiochat laufen lassen (ich trau mich nicht, Teamspeak zu sagen, vermutlich kennt es aber eh keiner). So kann man sich im Schreibprozess eventuell gegenseitig unterstützen -> “och, ich brauch ein anderes Wort für…”. Steht jedem frei, hier die Lautstärke so zu drehen, dass es ihn nicht stört.
    - Nach dem Sprint zusammenführen (und nicht nur durch den Sprint-Master, sondern durch die Teilnehmer, sonst bleibt man so in der Luft hängend über, Christian Spannagel hatte das bei seiner #OPCO11-Session sehr gut gemacht http://cspannagel.wordpress.com/2011/06/17/ein-festival-der-itg-meine-opco11-session/), vielleicht durch eine strukturierte Ergebnisrunde: Jeder fasst kurz zusammen, was er gesagt hat, was er vielleicht nicht geschafft hat und was er aus dem Sprint für sich mitnimmt.

    Ich bin gespannt, wo Ihr rauskommt, würde eventuell auch selbst mitmachen (auch oder gerade weil ich skeptisch bin, WARUM ein Blogsprint sinnvoll sein kann), wäre aber sicher ungesund (hab vorher nen Workshoptag und Abgabe von Seminararbeiten -> die müssen gelesen werden). Ich mache ja aber nie nur gesunde Sachen ;)

    Posted by Anja Lorenz | 24. Juni 2012, 00:40
    • Moin Anja,

      danke für Dein Feedback! Es wäre natürlich großartig, wenn Du am 6. Juli dabei bist, um das Konzept zu erproben und weiterzuentwickeln.

      Die Frage nach dem Warum & Wozu eines BlogSprints dachte ich eigentlich schon beantwortet zu haben – vielleicht nicht klar genug:

      Speziell der hier angedachte erste Blogsprint könnte schlicht und ergreifend eine Fingerübung für all jene sein, die sich demnächst an einen BookSprint – entweder im Rahmen des Jubiläumsbuches für das EduCamp oder aber im Rahmen des Geheimprojektes – trauen wollen. So weit liegen die Ziele bei einem BoogSprint und einem BlogSprint ja nicht auseinander: Es geht um die kollaborative Produktion von Texten zu einem vereinbarten Thema – ob nun bloggend oder “buchelnd”, da unterscheide ich gar nicht so sehr, zumal wir die entstandenen Blog-Artikel auch in einem eBook zusammen fassen könnten. (Die These, dass Bücher auch nur Websites sind, wurde ja vom BookSprint-”Erfinder” Adam Hye bereits aufgestellt.)

      Was sich unterscheidet ist a) die Dauer/Länge des Sprints (3 Stunden versus 3-5 Tage) und b)die Art der Veröffentlichung der Ergebnisse (verstreute, verlinkte Blog-Artikel versus Buch), aber auch c) die Form der Kollaboration (online versus tendenziell eher physisch beieinander).

      Insofern stellt für mich der BlogSprint tatsächlich eine Sonderform einer Blogparade dar, die ja in der Regel auch eine Deadline hat. Wir liefern uns einfach einen gemeinsamen “Showdown”, lassen mit einem gewissen Vorlauf jede/r für sich unsere Gedanken zum Thema und damit die Artikel-Ideen reifen, um dann am Tag der Deadline in eine gemeinsame Diskussion einzuscheren. Wichtig ist dafür das vorbereitende offene Dokument zur Sammlung von Artikel-Ideen (quasi die Kapitel des Buches im BookSprint). Der BlogSprint lebt natürlich davon, dass eine Gruppe online live zusammen kommt und sich in Echtzeit miteinander austauscht. Einfach nur einen vorbereiteten Blog-Artikel zur verabredeten zeit veröffentlichen, ohne an dem Live-Austausch teilgenommen zu haben, ist nicht das, was ich meine…

      Übrigens finde ich Deine Idee, den Google+ hangout einfach die kompletten 3 Stunden über laufen zu lassen, klasse. Dies könnte meinen Ansatz stärken, dass alle wirklich in offen zugänglichen Dokumenten ihre Texter schreiben, so dass man sich gegenseitig “besuchen” kann, Feedback einholen und auch geben kann. Deine Kritik, dass alle nach dem Hangout allein gelassen sind, trifft somit ja nicht zu – und hier ähnelt dieses Konzept ja tatsäclich dem, was Christian Spannagel während des Open Course 2011 (#opco11) ausprobiert hat:

      “Genau dies habe ich in meiner opco11-Session letzte Woche versucht: Ich wollte keine fertigen Lösungen präsentieren, sondern die Teilnehmer ihre eigenen Lösungen und Positionen finden lassen. Als grundlegende Methode habe ich die “virtuelle Gruppenarbeit” gewählt, in Etherpads, zu verschiedenen Themen.” (Quelle: spannagel.wordpress.com)

      Christian schreibt da wenig später: “Klar ist in einem solchen Szenario: Wer sich nicht vorbereitet, hat nix davon.” Und genau so sehe ich das auch bei diesem BlogSprint: Ohne irgendeine Vorbereitung in den dreistündigen Sprint zu gehen, würde wahrscheinlich viel Frust bedeuten, weil es schwierig ist, von Null auf Hundert (fertiger Blog-Artikel) zu kommen. Die innere oder auch veräußerlichte (im vorbereitenden Pad) Auseinandersetzung mit dem gesetzten BlogSprint-Thema ist also tatsächlich wichtig und notwendig. Es spricht ja auch nichts dagegen, diese vorbereitenden Gedanken bereits in einem Blog-Artikel zu veröffentlichen. Somit kann der BlogSprint auch das Finale eines klassischen Blogparade sein, bei der alle gemeinsam noch einmal die verschiedenen Artikel reflektieren und in den zwei Stunden weiterentwicklen. Alles ist offen!

      Du hast sichelrich auch gesehen, dass am Ende des Schreibprozesses nach der Veröffentlichung der Blog-Beiträge noch eine gegenseitige Reflexion stattfinden soll, und erst nach dieser letzten Phase aus allen Beirtägen das “under construction” verschwinden. Diese Phase sollten wir dringend – wie Du es vorschlägst – mit einem zusammenführenden hangout begleiten.

      Also, liebe Anja, als Spielverderberin sehe ich Dich gerade wirklich nicht, eher als Sparringpartnerin, um am ersten Wurf weiter zu feilen. Danke dafür!

      Liebe Grüße
      Dörte

      PS: Dieser Kommentar ist eine überarbeitete Version meiner ursprünglich um 8:49 veröffentlichten Antwort.

      Posted by Dörte Giebel | 24. Juni 2012, 08:49
  2. Irgendwie hatte ich auch gleich den Gedanken von Anja: Warum Blogs unter Zeitdruck stellen? Warum synchron, wenn es doch auch asynchron geht. Dennoch scheint mir das ein interessantes Experiment. Einerseits zeigt die Alltagserfahrung, das die Schreib-Produktivität steigt, wenn es einen Termin gibt. Und Andererseits ist es wirklich etwas anderes, nicht allein, sondern in Abstimmung – oder besser “unter Anregung” eines Teams zu schreiben, oder auch fertigzustellen. Aber genau das ist auch nur eine Vermutung von mir. Versuch macht klug. Ich mache deshalb gern mit. Danke Dörte für Deine Initiative!

    Posted by Karlheinz Pape | 24. Juni 2012, 13:21
    • Hallo Karlheinz,

      ich finde es interessant, dass Ihr Euch beide an der Idee stört, “live” zu bloggen. Wer sagt denn, dass es immer andersrum sein muss, also so, wie Ihr es gewohnt seid? Es gibt doch verschiedene Blogging-Szenarien, zum Beispiel auf der re:publica, da wurde auch live aus den Sessionss heraus gebloggt. Warum darf Microblogging spontan passieren, Macroblogging aber nicht?

      Und eines überseht Ihr beide hartnäclig: Dadurch, dass das Thema lange im Vorlauf bekannt ist und gern auch schon Gedanken im Vorwege zu papier gebracht werden dürfen, die dann beim BlogSprint-Event ausgefeilt und miteinander diskutiert werden, ist Euer Vorwurf eigentlich hinfällig.

      Mir ist es zu eingeschränkt, Bloggen nur dann zu können/wollen, wenn es jenseits irgendwelcher zeitlichen Kontexte passiert.

      Bin gespannt, wie es weiter geht…

      Öiebe Grüße
      Dörte

      Posted by Dörte Giebel | 24. Juni 2012, 13:27
  3. Das hört sich super spannend an – leider bin ich im Urlaub am 6. Juli, mache aber beim nächsten Mal gerne mit!

    Posted by Sandra Coy/Tchibo Blog | 24. Juni 2012, 23:18
  4. Hallo Sandra,
    das motiviert mich natürlich, es – wie geplant – zur Serie werden zu lassen! ;)
    Schönen Urlaub!
    Dörte

    Posted by Dörte Giebel | 25. Juni 2012, 07:53
  5. Ich würde gerne mitmachen … Wo, wann, wie genau? :)

    Ich bin gespannt, wie so etwas in der Praxis funktioniert!

    Grüße aus Göttingen

    Posted by Nika Beck | 25. Juni 2012, 08:43
  6. Termin ist notiert, wenn ich auch mit “COCP” noch etwas fremdele …
    Gruß, JR

    Posted by Jochen Robes | 25. Juni 2012, 09:55
  7. Hallo aus dem Off, ich wäre auch gern dabei; mir schwebt eine Einsendung zum Thema “kollaborativer Content und Nachhaltigkeit”vor: Lebenszyklen, Mehrfachnutzung, Wiederverwendung

    Posted by Esther Debus-Gregor | 26. Juni 2012, 11:36
  8. Hallo Esther, toll, dass Du mitmachen willst – schließlich war Dein Artikel über BookSprints der Auslöser für dieses Vorhaben! ;) Deine Artikel-Idee passt gut ins Themenfeld D über Outputs und Outcomes – siehe Planungs-Pad: http://piratepad.net/WvYazRiM7A

    Und hallo Jochen, es wäre wirklich famos, wenn auch Du dabei bist. Von Dir wünsche ich mir ja eine Antwort auf die Frage, ob das Gelingen eines MOOCs nicht zwingend von der Produktion von Inhalten seitens der teilnehmerInnen im Verlauf eines solchen Open Courses abhängt – und inwieweit auch das als eine kollaborativen Leistung zu betrachten ist.

    Und ahllihallo Nika, toll, auch Dich dabei zu haben! Hast Du denn ein eigenes Blog? Wenn nicht, kann Dein Beitrag hier auch als Gast-Artikel erscheinen.

    Liebe Grüße
    Dörte

    Posted by Dörte Giebel | 28. Juni 2012, 07:40

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